
Kronen Zeitung
2 KRACHER, 10 FLOPS
Die große Transferbilanz des FC Red Bull Salzburg
Drei Jahre wartet Salzburg inzwischen auf einen Titel: Die „Krone“ warf daher einen genauen Blick auf die Zugänge, die seit Sommer 2023 kamen Ein Duo schlug voll ein – gleich zehn Akteure waren echte Rohrkrepierer
Die Saisonziele hat Salzburg erneut verpasst. Im Cup flogen die Bullen (Goalie Christian Zawieschitzky verlängerte seinen Vertrag bis 2030) im Halbfinale raus. In der Liga ist der Noch-Vizemeister schon vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag (14.30) gegen Hartberg aus dem Meisterschaftsrennen und muss nun sogar um Rang drei zittern.
Die Talfahrt der Mozartstädter hält damit bereits drei Jahre an. Weshalb die „Krone“ einen genauen Blick auf die Transfers seit Sommer 2023 wirft. Dabei kamen einige Namen zum Vorschein, die viele Fans vermutlich längst aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben.
SEHR GUT
Die Kracher, die in der Meister-Dekade (zehn in Folge) an der Salzach gefühlt jährlich aufschlugen, sucht man inzwischen mit der Lupe. Wobei auch in den erfolgreichsten Jahren misslungene Transfers dabei waren – die gerieten allerdings weitgehend in Vergessenheit. Ein Toptransfer war Kerim Alajbegovic, der die Bullen nach nur einem Jahr wieder verlassen wird. Ebenfalls ein „Sehr gut“ verdient sich Alexander Schlager, der in Salzburg zur Nummer 1 im ÖFB avancierte, sich zum Vizekapitän hochdiente und mit Blick auf die vergangenen drei Jahre eine Konstante war, auf die sich Salzburg verlassen konnte.
GUT
Die Höchstnote ist nur ganz wenigen Spielern vorbehalten. Einige mehr bekommen im großen „Krone“-Check immerhin ein „Gut“. Dazu gehört Sota Kitano, der eine starke Entwicklung hingelegt hat und zum Leistungsträger avanciert ist. Auch Edmund Baidoo fällt in diese Kategorie. Der 20-Jährige hat bereits 67 Pflichtspiele für die Bullen am Buckel und war im Herbst einer der Stärksten. Zuletzt erlebte er allerdings ein kleines Formtief und kam unter Daniel Beichler kaum noch zum Zug. Auch Mads Bidstrup kriegt einen „2er“. Der Däne glänzte in seiner Debütsaison 2023/24. Dabei profitierte er davon, dass die Bullen in der Champions League spielten und dort gegen spielerisch starke Mannschaften auftraten. Das kommt Bidstrups Stärken klar entgegen. In der zu Ende gehenden Spielzeit war der Einfluss des Kapitäns deutlich geringer, weil er sich gegen tief stehende Teams, in denen Salzburg das Spiel machen muss, generell schwer tut. Ebenfalls in dieser Kategorie: Yorbe Vertessen und Joane Gadou.
DURCHSCHNITT
Böse gesagt waren sie nicht Fisch und nicht Fleisch. Positiv gesehen haben sie sich durchaus passabel geschlagen, ohne die großen Ausreißer nach oben zu haben. Das gilt zum Beispiel für Stefan Lainer, Tim Drexler oder Frans Krätzig aus der aktuellen Mannschaft. Sie zählten – sofern fit – in den vergangenen Wochen zur Startelf von Beichler, konnten den Spielen aber nicht so stark den Stempel aufdrücken, wie sich der Klub das erhofft hätte. Auch Adam Daghim erhält ein „Durchschnitt“. Der Däne, aktuell noch an Wolfsburg ausgeliehen, zeigte zu Beginn der kurzen Amtszeit von Pep Lijnders auf und zählte temporär zu den positiven Erscheinungen. Diesen Eindruck konnte er aber nicht dauerhaft bestätigen. Schlussendlich wollte er den Klub unbedingt leihweise verlassen. Weiters in dieser Kategorie: Anrie Chase, Enrique Aguilar, John Mellberg, Timo Horn.
SCHWACH
Keinen bleibenden Eindruck hinterließ Verteidiger Flavius Daniliuc, der sich in Basel inzwischen etabliert und Interesse aus der Serie A sowie der deutschen Bundesliga geweckt hat. Aus der aktuellen Truppe blieb Damir Redzic bislang vieles schuldig. Auch Aleksa Terzic, der 2023 mit großen Vorschusslorbeeren aus Florenz kam, wurde diesen selten gerecht. Im Vorjahr war er Verkaufskandidat, am Ende blieb er – und hat seinen zurückeroberten Stammplatz wieder verloren. Ebenfalls schwach: Hendry Blank, Leo Morgalla und Petar Ratkov (25 Europacupspiele: 0 Tore, 0 Assists).
SEHR SCHWACH
Die größte Gruppe! Man denke an Jacob Rasmussen, der nach einer an Fehlern reichen Halbsaison wieder das Weite suchte. Oder an Bobby Clark, den vielleicht größten Flop der Bullen-Geschichte. Oder an Elione Fernandes Neto, der es nie über Liefering hinaus gebracht hat. Oder an Janis Blaswich, dessen Transfer ein einziges Missverständnis war. Oder an Nicolo Turco, dessen Vertrag ohne Salzburg-Spiel aufgelöst wurde. Oder, oder, oder ebenfalls „Sehr schwach“: Clement Bischoff, Max Caufriez, Karim Onisiwo, Stefan Bajcetic, Douglas Mendes.
OHNE BEWERTUNG
Aufgrund von Verletzungen, Leihen oder der Tatsache, dass sie noch nicht lange in Salzburg sind und bislang für Liefering aufliefen, blieben diese Akteure unbewertet: Mayker Palacios, Lassina Traore, Aboubacar Camara, Takumu Kawamura und Gaoussou Diakite.
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